volksFORTH Readme

Version 1.0
6. November 2005 (cas)

volksFORTH ist ein 16bit Forthsystem der Forth Gesellschaft e.V. Die
Hauptentwicklung am volksFORTH fand von 1985 bis 1989 statt. Das
volksFORTH Projekt wurde 2005 wiederbelebt, um ein ueberschaubares
Forth-System fuer Systeme mit begrenzten Systemresourcen zur Verfuegung
zu stellen.

Einige moderne Forth Systeme sind von volksFORTH beeinflusst worden oder
von volksFORTH abgeleitet worden (GNU-Forth, bigForth).

Die aktuelle volksFORTH Version ist 3.81. Die Arbeit an der Version 3.90
hat begonnen.

Derzeit stehen volksFORTH Versionen fuer folgende
Rechner/Betriebssysteme zur Verfuegung:

volksFORTH MS-DOS (Intel x86 Architektur i8086-ia64)
volksFORTH 6502 (Commodore 64, Commodore Plus 4)
volksFORTH Z80 (CP/M, Schneider CPC)
volksFORTH 68000 (Atari ST)

Hinweis zum Copyright

Die volksFORTH Quelldateien unterliegen der
BSD Lizenz - http://www.opensource.org/licenses/bsd-license.php

Das Handbuch unterliegt dem Copyright (c) 1985 - 2005 Forth Gesellschaft
e.V. ( Klaus Schleisiek, Ulrich Hoffmann, Bernd Pennemann, Georg Rehfeld
und Dietrich Weineck).

Handbuecher, Programmdateien und Quellcode zum volksFORTH sowie
Informationen zur Forth Gesellschaft finden Sie auf dem Webserver der
Forth Gesellschaft

http://www.forth-ev.de/

Informationen und Hilfestellung zur Programmiersprache Forth finden Sie
im Internet, ausgehend von der Webseite der Forthgesellschaft, oder im
Usenet im Forum de.comp.lang.forth (ueber Google Groups:
http://groups.google.de/group/de.comp.lang.forth )

Hinweise zum volksFORTH MS-DOS

* Voraussetzungen
  PC kompatibler MS-DOS/PC-DOS Rechner mit min. 64KB Speicher
  MS-DOS/PC-DOS ab 2.11 

* Installation
  Kopieren Sie die Dateien im Verzeichnis "Files" in ein beliebiges Verzeichnis auf
  dem PC.

  In der Distribution finden sich folgende Files:

  KERNEL   COM       Der volksFORTH Kern, der von KERNEL.SCR erzeugt wurde
  KERNEL   ORG       Original volksFORTH 3.81 Kernel (1989)
  MINIMAL  COM       Minimalsystem fuer die Anpassung an "Fastkompatible"
  VOLKS4TH COM       Normale Softwareentwicklungsumgebung, mit VOLKS4TH.SYS erzeugt

  ANSI     VID       Videodisplaytreiber auf der Basis des ANSI.SYS MS-DOS Treibers
  BIOS     VID       Videodisplaytreiber durch BIOS-call $10
  MULTI    VID       Multitasking Videodisplaytreiber durch BIOS-call $10

  MINIMAL  SYS       Loadfile, um aus KERNEL.COM MINIMAL.COM zu erzeugen
  VOLKS4TH SYS       Loadfile, um aus KERNEL.COM VOLKS4TH.COM zu erzeugen

  GRAPHIC  PRN       Druckerinterface fuer den IBM-Graphik Printer
  M130I    PRN       Druckerinterface fuer den M130i
  NEC8023  PRN       Druckerinterface fuer den NEC 8023a

  DISKS    CFG       Konfigurationsfile fuer die Speicheraufteilung
  SYSTEM   CFG       Konfigurationsfile fuer die Floppylaufwerke

  ASM      SCR       8088/86 Postfix-Assembler
  BLOCKING SCR       Hilfsprogramm, um physikalische Bloecke in Files zu uebertragen
  DOUBLE   SCR       Definitionen fuer doppelgenaue (32 bit) Zahlen
  EDITOR   SCR       Full Screen Editor
  EXTEND   SCR       Allgemeine Systemerweiterungen
  F83ASM   SCR       Der Assembler aus F83
  INSTALL  SCR       Definition der Befehlstasten des Editors
  KERNEL   SCR       Sourcecode des volksFORTH Kerns
  PRIMED   SCR       Primitivsteditor zur Anpassung an "Fastkompatible" Rechner
  SEE      SCR       Der automatische Decompiler
  SERIAL   SCR       Die serielle Schnittstelle
  TASKER   SCR       Der Multitasker
  TIMER    SCR       Der Timer im IBM-PC
  TOOLS    SCR       Der manuelle Decompiler, der Tracer und DUMP-Utility

  Zuerst sollte versucht werden, das Programm VOLKS4TH.COM zu starten. Meldet 
  sich das System auf dem Bildschirm mit einer Statuszeile in der 25ten Zeile, 
  so ist der Rechner kompatibel genug fuer den Multitasking Videotreiber 
  MULTI.VID. Sollte jedoch keine Meldung auf dem Bildschirm erscheinen, so 
  handelt es sich leider nur um einen "Fastkompatiblen" Rechner und es ist 
  etwas Arbeit erforderlich, das volksFORTH anzupassen. 

  Der naechste Versuch, MINIMAL.COM zu starten, sollte eigentlich erfolgreich 
  sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann handelt es sich noch nicht einmal um 
  ein ordentliches MS-DOS Betriebssystem, da von dieser FORTH-Version 
  keinerlei Routinen im ROM des Rechners direkt - unter Umgehung des MS-DOS - 
  benutzt werden. 

  MINIMAL listet nach dem Starten eine kurze Beschreibung des Primitivst-
  editors, der nun dazu benutzt werden kann, das Loadfile VOLKS4TH.SYS so zu 
  veraendern, da damit ein System mit weniger anspruchsvollem Videodisplay-
  treiber erzeugt werden kann. 

  Voraussetzung dazu ist, dass durch das Systemfile CONFIG.SYS (siehe MS-DOS 
  Handbuch) der Devicetreiber ANSI.SYS beim Booten des Systems installiert 
  wurde. Existiert auch dieser nicht, so ist die Benutzung des Full-Screen 
  Editors in der ausgelieferten Form nicht moeglich. Ist ANSI.SYS ins System 
  integriert, so kann mit der Anpassung des Forthsystems fortgefahren werden. 
  Nach starten von MINIMAL.COM ist folgendes einzugeben: 

  USE VOLKS4TH.SYS   1 LIST

  Danach kann durch das NEW Kommando (siehe Beschreibung des Primitivst-
  editors) im File VOLKS4TH.SYS die Zeile, die 

  "include multi.vid" enthaelt, durch "include ansi.vid" ersetzt werden.

  Dann muss auch noch im File EDITOR.SCR auf Screen 1 eine entsprechende 
  Aenderung vorgenommen werden, indem die Ladeanweisung fuer das Multitasking 
  Display "auskommentiert" wird und entsprechend die Ladeanweisung fuer das 
  ANSI-Display aktiviert wird dadurch, dass in der ersten Spalte der "\" 
  (siehe: Interpreter-Worte) umgesetzt wird. 

  Danach wird mit BYE ins Betriebssystem zurueckgekehrt. Die Befehlszeile

  KERNEL INCLUDE VOLKS4TH.SYS

  erstellt dann ein neues File VOLKS4TH.COM, das nun die ANSI.SYS Steuer-
  Sequenzen fuer die Cursorsteuerung benutzt. Dies dauert einige Zeit, da 
  insgesamt ca. 15kByte Objectcode kompiliert werden muessen. 

  Nach dem Ende des Ladevorgangs meldet sich das System mit einem Piep und es 
  sollte auch in der 25. Zeile eine inverse Statuszeile angezeigt werden. 

  Nun kann noch mit Eingabe von INCLUDE DISKS.CFG die aktuelle Speicher-
  kapazitaet der Diskettenlaufwerke festgelegt werden. Dies ist jedoch nur dann 
  notwendig, wenn im DIRECT-Modus (siehe: Fileinterface) auf die Disketten 
  zugegriffen werden soll. Danach evtl. mit SAVESYSTEM VOLKS4TH.COM die 
  Aenderungen permanent auf die Disk zurueckschreiben. 

  Der Videodisplaytreiber BIOS.VID benutzt - wie auch MULTI.VID - den BIOS-
  call $10. Da jedoch keine Ruecksicht auf Multitaskingbetrieb genommen wird 
  (Nur eine Task kann den Bildschirm steuern), ist die Bildschirmausgabe 
  schneller.

  Als letztes bleibt dann noch die Anpassung an den Drucker vorzunehmen. Dafuer 
  gibt es im System bereits die drei Files

  GRAPHIC.PRN   M130I.PRN   NEC8023.PRN.

  Sollten Sie einen Drucker haben, der noch andere Steuersequenzen benoetigt, 
  so muessen Sie sich fuer Ihren Drucker auch ein entsprechendes .PRN File 
  schaffen. Als Vorbild kann dabei jedes der drei vordefinierten Files dienen; 
  es sind lediglich die jeweils aktuellen Werte fuer die Steuersequenzen an 
  passender Stelle einzutragen - dies erfordert jedoch schon einige 
  Vertrautheit mit Forth. Sollten Sie dazu nicht in der Lage sein, so hilft 
  Ihnen vielleicht ein alter Forth-Hase in ihrer Naehe, mit dem Sie viel-
  leicht die Forth Gesellschaft eV ( http://www.forth-ev.de) in 
  Verbindung bringen kann. Bitte denken Sie auch daran, neue Druckertreiber an 
  die Forth Gesellschaft einzusenden, damit diese in das volksFORTH-Paket 
  aufgenommen werden koennen.

  Der passende Druckertreiber muss dann in dem Loadfile VOLKS4TH.SYS 
  so eingetragen werden, wie das beim Videodisplaytreiber beschrieben wurde.

  Damit ist die Anpassung an den Rechner beendet.

* Emulator
 * Windows 9x, ME
   volksFORTH 3.81 funktioniert sollte in der reinen DOS Umgebung dieser Betriesb-
   systeme ohne Probleme funktionieren
 
 * Windows NT, 2000, XP, Vista
   volksFORTH MS-DOS sollte auch in der Dos Umgebung moderner Windows Systeme laufen.
   Wenn Sie Probleme mit dem volksFORTH unter Windows NT, 2000, XP oder Vista bemerken,
   empfehlen wir den Einsatz eines DOS-Emulators wie Dos-Box 
   (http://dosbox.sourceforge.net/)

 * OS/2 / eComStation
   volksFORTH 3.81 funktioniert ohne Probleme in der Dos-Umgebung von OS/2 und eComStation

 * Unix / Linux
   Unter Linux / Unix Systemen auf x86 Hardware Basis kann volksFORTH unter der DosEmu
   Umgebung ( http://www.dosemu.org ) ausgefuehrt werden. Auch der kommerzielle PC-Emulator
   VMWare eignet sich gut um eine MS-DOS/PC-DOS Umgebung zu erstellen. Unter anderen System-
   Platformen (MacOS X PowerPC, Solaris, HP/UX) sind die PC-Emulatoren Qemu 
   (http://fabrice.bellard.free.fr/qemu/) und DosBox (http://dosbox.sourceforge.net/) zu
   empfehlen.

  Als freie Alternative zu MS-DOS / PC-DOS empfielt sich FreeDOS ( http://www.freedos.org/ ).

Die Forth Live-Linux CD-ROM (erhaeltlich im Downloadbereich der Forth
Gesellschaft Webseite) enthaelt die aktuellen Versionen des volksFORTH direkt
ausfuerbar auf der Linux CD-ROM, inkl. der volksFORTH Handbuecher.

Viel Spass mit volksFORTH
wuenscht das volksFORTH Team


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Weitere Informationen:

volksFORTH 3.81 fuer den IBM-PC und Kompatible wurde aus dem volksFORTH 3.80 
fuer CP/M Rechner entwickelt. 

Es wurden wenige Aenderungen am Kern des Systems vorgenommen, diese beziehen 
sich hauptsaechlich auf Stellen, die in der Version 3.80 unelegant waren und 
fuer die inzwischen bessere Loesungen in der Forth-Community erarbeitet worden 
waren. 

Grundlegend Ueberarbeitet wurde das File-Interface. Auf der Benutzerebene 
stehen die gleichen Worte, wie im volksFORTH 3.80 fuer den ATARI und CP/M zur 
Verfuegung, die darunterliegende Implementation wurde jedoch grundlegend 
geaendert, so dass jetzt endlich in Forth auch sequentielle Files, die nicht 
die starre BLOCKstruktur haben, manipuliert werden koennen. Damit ist es 
endlich moeglich, auch volksFORTH fuer kleine Hilfsprogramme zu verwenden, die 
mit anderen Programmen erstellte Files "bearbeiten" und durch den Befehl 
SAVESYSTEM als "standalone"-Programm abgespeichert wurden. 

Besonders weitreichende Moeglichkeiten erschliessen sich dadurch, dass beim 
Aufruf von volksFORTH auf der Betriebssystemebene noch eine ganze 
Kommandozeile mit Uebergeben werden kann, die dann unmittelbar nach dem 
Booten von Forth ausgefuehrt wird. Durch die Systemvariable RETURN_CODE kann 
nach Verlassen des Forthprogramms ein Wert an MS-DOS zurueckgegeben werden, 
der mit dem Batch-Befehl ERRORLEVEL abgefragt werden kann.

Darueberhinaus ist es auch moeglich, mit dem Befehl MSDOS aus dem Forth heraus 
eine weitere COMMAND.COM shell aufzurufen und spaeter mit EXIT wieder ins 
Forth zurueckzukehren, wobei der Bildschirm, der zum Zeitpunkt des Aufrufs 
bestand, wiederhergestellt wird. Selbstverstaendlich kann neben MSDOS selber 
auch jedes andere beliebige Anwendungsprogramm aufgerufen werden - auch eine 
weitere Inkarnation des Forth Systems - so da sich mit diesen Moeglichkeiten 
die Begrenzungen, die in dem beschraenkten Adressraum von 64k liegen, 
ueberwinden lassen. Auch komplizierte Overlaystrukturen sind nicht mehr 
notwendig, es werden einfach aus einem zentralen "Verwaltungsprogramm" 
heraus spezielle Forth-Anwendungsprogramme aufgerufen. 

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Das Handbuch unterliegt dem Copyright 
(c) 1985/1986   Ulrich Hoffmann, Georg Rehfeld und Dietrich Weineck. 
(c) 1988/1989   Klaus Schleisiek, Joerg Staben, Klaus Kohl


Informationen zu nderungen genueber frueheren volksFORTH Versionen und
Aenderungen gegenueber dem Handbuch:

ONLY
  Dieses Wort wurde bisher nur durch einen undurchsichtigen "patch" im 
  System realisiert. In dieser Version 3.81 ist ONLY nun eine ganz 
  gewoehnliche :-Definition. Dazu wurde das Vokabular ROOT im Kern neu 
  definiert, das alle die Definitionen enthaelt, die frueher im Vokabular ONLY 
  enthalten waren. Jetzt koennen einfach durch ROOT DEFINITIONS in dieses 
  Vokabular - das immer als letztes zu durchsuchendes Vokabular in die 
  Suchreihenfolge eingefuegt ist - weitere Worte hineindefiniert werden.

INTERPRET
  Auch INTERPRET benoetigte bisher zur Implementation einen sehr mysterioesen 
  Systempatch. Dank einer Idee von Mike Perry ist auch diese letzte Ecke nun 
  abgeschliffen: Das deferred Wort PARSER enthaelt entweder den Code fuer den 
  Interpreter oder den Compiler (durch [ und ] umzuschalten) und Interpret 
  ist nun eine BEGIN ... REPEAT Schleife, in der das naechste Wort aus dem 
  Quelltext geholt wird. Ist der Quelltext erschoepft, so wird die Schleife 
  verlassen, andernfalls wird PARSER aufgerufen und dadurch das Wort ent-
  weder interpretiert oder compiliert. Nun ist es auch sehr viel einfacher 
  als vorher, selber eigene Worte zu definieren, die in PARSER eingehuengt 
  werden. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn der Interpreter in einem 
  Anwendungsprogramm anders als der uebliche Forth-Interpreter arbeiten soll.

>INTERPRET
  Konnte gluecklicherweise gestrichen werden.

QUIT QUERY
  Bisher enthielt QUERY ein BLK OFF. Das war an dieser Stelle aber am 
  falschen Platz und gehoert ins QUIT, wo es aber vorher nicht war. Das war 
  bisher kaum aufgefallen, da QUERY eigentlich nur in der QUIT-Loop benutzt 
  worden war.

CAPITALIZE
  War von den Parametern her so spezialisiert auf die Benutzung in NAME 
  zugeschnitten, dass es darueber hinaus eigentlich sinnlos war. CAPITALIZE 
  ist nun durch UPPER ersetzt worden. Es kann jetzt folgendermassen definiert 
  werden:  
              : CAPITALIZE   ( adr -- adr )   DUP COUNT UPPER ;

NUMBER?
  Ist ein ganz uebles Beispiel dafuer, dass in verschiedenen Faellen 
  unterschiedliche Anzahlen von Parametern als Ergebnis auf dem Stack 
  liegen. Es ist jedesmal eine Pein, wenn das Wort benutzt werden soll. 
  Wir haben daraus gelernt, dass das ein grosser Fehler war, aber aus 
  portabilitaetsgruenden alles so gelassen. 

DOES>
  Auf Grund des Maschinencodes des 8086 compiliert DOES> keine absolute 
  Adresse zur Routine DODO, sondern einen relativen Sprung. Dies ist zum 
  Beispiel beim Decompiler zu beachten.

WARNING
  Die Logik wurde "herumgedreht" und nun schaltet WARNING OFF die Meldung 
  "exists" aus und WARNING ON wieder ein.

(COLD
  Bei der Ausfuehrung wird der gecountete String, der an der absoluten 
  Adresse 80h steht, in den Texteingabepuffer uebertragen. Dieser Text, der 
  von MS-DOS bei Aufruf des .COM-Files aus der Eingabezeile dorthin 
  uebertragen wurde, wird dann als allererstes von Forth interpretiert. 
  Dadurch ist es sehr einfach moeglich, Forth Programme in Batch-Files zu 
  benutzen und mit Parametern zu versorgen. Zu beachten ist, dass immer dann, 
  wenn ein COLD ausgefuehrt wird, gleichfalls der gecountete String an dieser 
  Stelle interpretiert wird. Da MS-DOS die gleiche Stelle dazu benutzt, 
  Namen von Files waehrend Directoryoperationen abzulegen, steht dort oft ein 
  fuer Forth "unsinniger" Textstring.

TRACE'
  Im TOOLS-Vokabular wurde in TRACE umbenannt.

VIEW
  Zeigt nun nur noch den Screen auf dem Bildschirm, auf dem die ge"viewte" 
  Definition steht. Soll gleichzeitig der Editor "angeworfen" werden, so ist 
  das Wort FIX zu benutzen.

                    Zusaetzliche Worte im Kern

0=EXIT
  Ist komplementaer zu ?EXIT und wurde in den Kern aufgenommen.

FIX      <name>
  Mit FIX <name> wird das File, in dem <name> definiert wurde, zum aktuellen 
  File gemacht. Dann wird der Full-Screen-Editor aktiviert, der Screen ange-
  zeigt, auf dem <name> definiert wurde und der Cursor stellt sich hinter 
  die auf dem Screen hinter <name>. Durch diese Funktion ist es im 
  allgemeinen ueberfluessig, waehrend der Programmentwicklung noch Quelltexte 
  auszudrucken.

FLIP     ( u1 -- u2 )
  Das Byteswap des obersten Stackelements. u1 ist eine 16-bit Zahl mit den 
  Bits B15 .. B8 B7 .. B0, wobei B15 .. B8 als das "high-Byte", B8 .. B0 als 
  das "low-Byte" bezeichnet wird. Durch FLIP wird das High- mit dem Low-Byte 
  ausgetauscht, so dass u2 als Ergebnis die Bits in der Reihenfolge
  B7 .. B0 B15 .. B8 angeordnet hat.

PROMPT
  Ein deferred Wort, das fuer die Ausgabe des "ok" verantwortlich ist. Es 
  wurde auch das Wort (QUIT neu implementiert. Nun ist es moeglich, den Forth 
  Interpreter auch wie ein "klassisches" Betriebssystem arbeiten zu lassen, 
  in dem eine Meldung nicht NACH jeder Aktion HINTER der Eingabe-zeile 
  ausgegeben wird, sondern VOR einer Aktion am ANFANG der Eingabezeile. Ein 
  entsprechendes Beispiel befindet sich im Quelltext hinter der Definition 
  von QUIT.

PARSER
  siehe INTERPRET.

Die INTEL-Prozessoren haben eine verkomplizierte Art, den Adressraum jenseits 
von 64kBytes zu adressieren - naemlich mit sogenannten "Segmentregistern". 

Am besten kommt man damit noch zurecht, wenn man diese Prozessoren als 16-
bit Prozessoren betrachtet, die in der Lage sind, mehrere Programme, die 
jeweils hoechstens 64k Programmspeicherbereich haben, gleichzeitig im 
Speicher zu halten. Es ist deshalb auch unvernuenftig, auf diesen Prozessoren 
ein Forthsystem mit 32-bit Adressen zu installieren - es handelt sich eben 
nicht um 32-bit Prozessoren.

Statt dessen ist in volksFORTH die Moeglichkeit gegeben, aus dem Forth heraus 
mit dem Wort CALL (im DOS-Vokabular) ein weiteres .COM oder .EXE-Programm 
aufzurufen. Dies koennen natuerlich ihrerseits Forth-Programme sein, denen 
dann auch noch eine ganze Eingabezeile als Parameter mit "auf den Weg" 
gegeben werden koennen. Ueber die Systemvariable RETURN_CODE ist es auch noch 
moeglich, einen Errorcode bei Beendigung des Forth Programms an MS-DOS zu 
uebergeben, der dann in Batch-Files getestet werden kann. Damit waere es zum 
Beispiel moeglich, den Full-Screen Editor aus dem System auszulagern und mit 
den Befehlen FIX, EDIT, ED usw. jeweils ein .COM-Programm aufzurufen, das 
den Forth-Editor als "stand-alone" Programm enthaelt und damit keinen 
Adressraum im Entwicklungssystem mehr verbraucht. 

Die Intel-Prozessoren setzen die Speicheradressen aus zwei Teilen zusammen, 
dem SEGMENT und dem OFFSET. Dies ist jedoch nicht mit "echten" 32-bit 
Adressen zu verwechseln. Diese werden auf einem 16-bit Stack in der 
Reihenfolge "low-word" unter dem "high-word" abgelegt. Uebertraegt man diese 
Philosophie auf die "seg:addr" Adressen des 8086, dann blockiert dauernd die 
Segmentadresse den Stack. Deshalb wird bei den Operatoren, die im 
erweiterten Adressraum des 8086 operieren, die Segmentadresse UNTER der 
Offsetadresse auf den Stack gelegt. 

Der Stackkommentar dafuer lautet "seg:addr"

Operatoren, die als Adressargument eine "erweiterte" Adresse benoetigen, haben 
ein "l" im Namen vorangestellt.



B/SEG         ( -- n )
        Eine Konstante, die angibt, wieviele Bytes zwischen zwei Segmenten 
        liegen. Dies sind beim 8086 16 Bytes, beim 80286 im 286-Modus 
        jedoch 64 Bytes. volksFORTH auf dem 80286 setzt zur Zeit voraus, 
        dass der 8086-Emulationsmodus eingeschaltet ist.

DS@           ( -- seg )
        Legt die Segmentadresse des Segments auf den Stack, in dem sich das 
        maximal 64kByte grosse Forthsystem gerade befindet. Das Daten-, 
        Extra-, Stack- und Codesegment werden durch Forth alle auf den 
        gleichen Wert gesetzt.

L@            ( seg:addr -- n )
        Entspricht dem @, jedoch im erweiterten Adressraum.

L!            ( n seg:addr -- )
        Entspricht dem !, jedoch im erweiterten Adressraum.

LALLOCATE     ( #pages -- seg ff / rest err# )   EXTEND
        Es koennen hiermit im erweiterten Adreraum die Anzahl #pages 
        Speicherplatz angefordert werden. Die Groesse einer "Page" in Bytes 
        entspricht der Konstanten B/SEG. Wenn die Speicheranforderung 
        erfaellt werden kann, dann wird unter einer 0 als Flag fuer den 
        Erfolg der Operation die Segmentadresse des ersten Segments 
        innerhalb eines zusammenhaengenden Speicherbereichs von #page Pages 
        auf den Stack gelegt. Ansonsten liegt unter einem Fehlercode die 
        maximale Anzahl von Pages, die noch als zusammenhaengender Bereich 
        verfuegbar sind. Diese Funktion ist in dem Wort SAVEVIDEO benutzt, 
        um den Bildschirminhalt in den Speicher zu kopieren. Die 
        komplementaeren Funktionen sind LFREE und RESTOREVIDEO.

LC@           ( seg:addr -- 8b )
        Entspricht dem C@, jedoch im erweiterten Adressraum.

LC!           ( 8b seg:addr -- )
        Entspricht dem C!, jedoch im erweiterten Adressraum.

LDUMP         ( seg:addr quan -- )    TOOLS
        Entspricht dem DUMP, jedoch im erweiterten Adressraum.

LFREE         ( seg -- err# )
        Der Speicherbereich, der an der Segmentadresse SEG beginnt, wird 
        wieder an das Betriebssystem zurueckgegeben. Diese Operation ist nur 
        definiert, wenn zu einem vorherigen Zeitpunkt eine LALLOCATE-
        Operation durchgefuehrt worden war, die als Ergebnis die Segment-
        adresse SEG gehabt hatte. Als Ergebnis liegt ein Fehlercode auf dem 
        Stack, der im Erfolgsfall Null ist.

LMOVE         ( from.seg:addr to.seg:addr quan -- )
        Entspricht dem MOVE, jedoch im erweiterten Adressraum. Es koennen 
        hiermit maximal 64kBytes auf einmal bewegt werden.

LTYPE         ( seg:addr len -- )
        Entspricht dem TYPE, jedoch im erweiterten Adressraum. Es ist zu 
        beachten, dass TYPE in den Videodisplaytreibern BIOS.VID und 
        MULTI.VID so implementiert ist, dass bei Erreichen des Zeilenendes 
        nicht automatisch ein CR ausgefuehrt wird. Statt dessen werden alle 
        Zeichen, die "jenseits" des rechten Rands liegen, nicht ausgegeben.

PC@           ( port.addr -- 8b )
        Holt ein Byte von port.addr aus einem Peripheriebaustein des 8086-
        Systems auf den Stack. 

PC!           ( 8b port.addr -- )
        Speichert ein Byte in einen Peripheriebaustein des 8086-Systems bei 
        port.addr.

Drei wichtige Worte:  USE, LIST, LOAD und INCLUDE

volksFORTH bearbeitet seine Quelltexte in sogenannten Screen Files, die 
ueblicherweise die Endung .SCR haben. Das sind Files, die in 1 kB grosse 
Screens aufgeteilt sind, jeweils in 16 Zeilen zu je 64 Zeichen strukturiert.

Soll ein File, das schon existiert, bearbeitet werden, so wird es durch
USE <filename> zum sogenannten "aktuellen" File gemacht. Zum Beispiel macht 
USE KERNEL.SCR das File KERNEL.SCR zum aktuellen File, auf das sich alle 
weiteren Fileoperationen beziehen, bis ein anderes File zum aktuellen File 
gemacht wird.

Mit <nn> LIST wird Screen nn auf dem Bildschirm angezeigt - also zum 
Beispiel mit 1 LIST der Screen 1 des Files KERNEL.SCR.

Mit <nn> LOAD wird ein Screen nn geladen, d.h. durch den Forth-Compiler 
in das Woerterbuch compiliert.

Ueblicherweise enthaelt Screen 0 eines jeden Files eine kurze Erklaerung ueber 
den Inhalt des Files - dies ist auch deshalb sinnvoll, da der Screen 0 eines 
Files nicht geladen werden kann. Screen 1 enthaelt ueblicherweise den 
sogenannten "loadscreen". Dieser steuert den Ladevorgang des gesamten Files. 
In Zeile 0 eines jeden Screens ist ein Kommentar ueber den Inhalt des Screens 
und das Datum der letzten Aenderung enthalten.

Mit INCLUDE <filename> kann man unkompliziert ein ganzes Screenfile laden. 
Diese Operation ist der Sequenz "USE <filename> 1 LOAD" Aequivalent.

#DRIVES       ( -- n )
        Eine Konstante, die die moegliche Anzahl von logischen Laufwerken im 
        System definiert. Diese Anzahl ist nur im DIRECT-Modus von 
        Bedeutung. So, wie der Kern compiliert ist, sind maximal 6 
        Laufwerke zugelassen.

(BLOCK        ( blk file -- addr )
        Liest den Block BLK aus dem File, dessen FCB bei der Adresse FILE 
        beginnt und legt diesen in einen Puffer bei der Adresse ADDR ab.

(BUFFER       ( blk file -- addr )
        Reserviert einen 1kByte grossen Puffer im Adressbereich des Forth-
        Systems fuer den Block BLK. FILE ist die Adresse des FCB's, in dem 
        sich der Block befindet. Ist FILE = 0, dann handelt es sich um 
        einen DIRECTen physikalischen Zugriff. ADDR ist die Anfangsadresse 
        des Puffers.

(R/W          ( addr blk fcb r/w -- *f )
        Die Standardroutine fuer das deferred Wort R/W.

(DISKERROR    ( #err -- )     DOS
        Die Standard-System Fehlerbehandlungsroutine fuer Fehler beim 
        Diskzugriff. Hiermit ist das deferred Wort ?DISKERROR 
        initialisiert.

(FSEARCH      ( string -- asciz *f )   DOS
        Das File, dessen Name als String bei STRING steht, wird in der 
        Directory gesucht. Enthaelt der Filename keine Suchpfadinformation, 
        dann wird im aktuellen Directory gesucht. Bei Erfolg liegt eine 
        Null auf dem Stack, sonst eine Fehlernummer.

*BLOCK        ( blk -- d )    DOS
        Die doppeltgenaue Zahl D ist die Byteadresse des ersten Bytes im 
        1024-Byte groen Block BLK.

.FILE         ( fcb -- )      DOS
        Druckt den Forth-Filenamen des Files, dessen FCB-Adresse auf dem 
        Stack liegt.

/BLOCK        ( d -- rest blk )       DOS
        Die doppeltgenaue Zahl D wird umgerechnet in die REST-Anzahl von 
        Bytes innerhalb des 1024-Byte groen Blocks BLK.

/DRIVE        ( blk1 -- blk2 drive )
        Fuer den DIRECT-Modus beim Diskzugriff. Aus der absoluten 
        Blocknummer BLK1 wird (siehe: CAPACITIES) die relative Blocknummer 
        BLK2 auf Laufwerk DRIVE berechnet. Dabei ist Laufwerk A: Drive 0 
        etc.

>ASCIZ        ( string addr -- asciz )
        Mit diesem Operator wird der gecountete String an der Adresse 
        STRING umgewandelt in einen nullterminierten String, der an der 
        Adresse ADDR abgelegt wird. ASCIZ ist die Adresse, an der der neue 
        String liegt.

>DRIVE        ( blk1 +n -- blk2 )
        Dient zum "umrechnen" von Blocknummern im DIRECT-Modus. BLK2 ist 
        die absolute Blocknummer, die dem relativen Block BLK1 auf Drive +N 
        entspricht.

?DISKERROR    ( -- )
        Ein deferred Wort, dass die Fehlerbehandlungsroutine fuer Disk- und 
        Filezugriffe enthaelt. Standardmaessig ist die Routine (DISKERROR 
        zugewiesen.

A: B: C: D: E: F: G: H:
        Wie bei MS-DOS, macht das dadurch bezeichnete logische Laufwerk zum 
        aktuellen Laufwerk.

ASCIZ         ( -- asciz )
        Holt das naechste Wort im Quelltext in den Speicher und legt es als 
        nullterminierten String bei der Adresse ASCIZ ab.

ASSIGN        ( -- )
        Benutzt in der Form:

                ASSIGN <filename>

        Weist dem aktuellen File den physikalischen Filenamen <filename> 
        zu.

ATTRIBUT      ( -- addr )     DOS
        Eine Variable, die die Fileattribute enthaelt, die bei der Suche 
        nach Files in einem Directory beruecksichtigt werden. Standardmaessig 
        mit 7 initialisiert, so da in die Suche read-only, hidden und 
        systemfiles eingeschlossen sind.

CAPACITIES    ( -- addr )
        Die Adresse eines Vektors, der die Kapazitaeten der angeschlossenen 
        logischen Laufwerken in 1kByte-Bloecken enthaelt. Dafuer sind maximal 
        6 Eintraege (siehe: #DRIVES) vorgesehen. Mit dem Hilfsprogramm 
        DISKS.CFG koennen die Kapazitaeten fuer die Diskettenlaufwerke 
        eingestellt werden. Die Kapazitaet der angeschlossenen Diskdrives 
        sollten eigentlich von der Bootroutine aus dem System selber 
        erschlossen werden.

CLOSE         ( -- )
        Schliesst das aktuelle File.

COUNTED       ( asciz -- addr len )
        Wird benutzt, um die Laenge eines mit einer Null terminierten 
        Strings zu bestimmen. ASCIZ ist die Anfangsadresse dieses Strings 
        (MS-DOS verwaltet Strings so), ADDR und LEN sind die 
        Stringparameter, die zB. von TYPE verarbeitet werden wuerde.

DIRECT        ( -- )
        Die Filevariablen werden auf Null gesetzt und damit beziehen sich 
        die Diskzugriffe durch BLOCK auf physikalische Blocks.

ERROR#        ( -- addr )
        Eine Variable, die die Fehlernummer des letzten Fehlers beim 
        Zugriff auf ein File enthaelt.

FBLOCK!       ( addr blk fcb -- )     DOS
        1024 Bytes, die ab der Adresse ADDR innerhalb des 
        Forthadressbereichs stehen, werden auf den Block BLK innerhalb des 
        Files geschrieben, das durch FCB characterisiert ist.

BLOCK@        ( addr blk fcb -- )     DOS
        1024 Bytes, die im File FCB in Block BLK stehen, werden ab der 
        Adresse ADR im Forthadressbereich abgelegt.

CAPACITY      ( -- n )
        N ist die Kapazitaet in 1024-Byte Bloecken des aktuellen Files bzw. 
        des aktuellen Laufwerks bei DIRECT-Zugriff.

DRIVE         ( n -- )
        Macht N zum aktuellen Laufwerk.

DRV           ( -- n )
        N ist die Nummer des aktuellen Laufwerks.

FCLOSE        ( fcb -- )      DOS
        Das File, dessen FCB-Adresse auf dem Stack liegt, wird geschlossen.

FGETC         ( fcb -- 8b / eof )     DOS
        Aus dem File, dessen FCB-Adresse auf dem Stack liegt, wird das 
        naechste Byte gelesen und der Schreib/Lesezeiger um eine Position 
        weitergerueckt. Wenn das letzte Byte bereits gelesen war, wird die 
        EndOfFile-Markierung -1 zurueckgegeben.

FILE          ( -- )
        siehe ATARI Fileinterface.

FILE?
        Zeigt den Forth-Filenamen des aktuellen Files an.

FILE-LINK     ( -- addr )
        Eine Variable zur Verwaltung der File-Control-Bloecke (FCB). Der 
        Inhalt von FILE-LINK zeigt auf den Anfang des Parameterfeldes des 
        zuletzt definierten FCB's - und an dieser Stelle steht dann die 
        Adresse des davor definierten FCB's usw., so da dadurch alle FCB's 
        aufgefunden werden koennen.

FILE!         ( 8b dfaddr fcb -- )   DOS
        Das Byte 8B wird an die Position DFADDR des Files FCB geschrieben.

FILE@         ( dfaddr fcb -- 8b / eof )   DOS
        Das Byte an der 32-bit Position DFADDR im File, dass durch FCB 
        charakterisiert ist, wird gelesen. Liegt DFADDR jenseits des 
        letzten Bytes im File, so wird -1 zurueckgegeben. Nach erfolgreichem 
        Lesen steht der Lese/Schreibzeiger hinter dem gelesenen Byte. 

FILENAME      ( -- addr )     DOS
        Die Anfangsadresse eines 62-Byte groen Speicherbereichs, der zum 
        ablegen von Filenamen waehrend DOS-Fileoperationen dient.

FNAMELEN      ( -- n )        DOS
        Eine Konstante, die die maximale Laenge von logischen Filenamen, 
        bestehend aus Drive, Path und Name, die in den FCB's abgespeichert 
        werden koennen, bestimmt. Wird dieser Wert veraendert, so kann die 
        neue Laenge erst in den FCB's verwendet werden, die nach der 
        Aenderung angelegt werden.

FPUTC         ( 8b fcb -- )   DOS
        Das Byte 8B wird an der aktuellen Position des Schreib/Lesezeigers 
        in das File FCB geschrieben. Dabei wird der Zeiger um eine Position 
        weitergerueckt.

FRESET        ( fcb -- )      DOS
        FCB ist die Adresse eines FileControlBlocks. Das dadurch 
        charakterisierte File wird "zurueckgesetzt", d.h. das File wird 
        geoeffnet (wenn es noch nicht geoeffnet war) und der Schreib/Lese-
        zeiger wird auf den Anfang des Files gesetzt.

FROM  Siehe ATARI Fileinterface.

FSEARCH       ( string -- asciz *f )  DOS
        Ein deferred Wort. Es enthaelt die Suchstrategie (siehe: (FSEARCH), 
        die beim oeffnen eines Files verwendet wird, um das File auf der 
        Disk zu lokalisieren.

FSEEK         ( dfaddr fcb -- )   DOS
        Der Schreib/Lesezeiger des Files, das durch FCB charakterisiert 
        ist, wird auf die Position DFADDR gesetzt. Dabei ist DFADDR eine 
        doppeltgenaue Zahl, so dass maximal Files von 4-GByte Groesse 
        verwaltet werden koennen.

INCLUDE       siehe ATARI Fileinterface.

LFGETS        ( seg:addr quan fcb -- #read )   DOS
        siehe: ~READ. Lediglich wird statt der Handlenummer die Adresse des 
        FCB's des gewuenschten Files angegeben.

LFPUTS        ( seg:addr quan fcb -- )
        Die Anzahl QUAN von Bytes ab der erweiterten Adresse SEG:QUAN 
        werden ab der aktuellen Position des Schreib/Lesezeigers in das 
        File geschrieben, das durch FCB charakterisiert ist. Danach steht 
        der Schreib/Lesezeiger hinter dem letzten geschriebenen Byte.

LFSAVE        ( seg:addr quan string -- )
        Erzeugt ein File mit dem Namen, der als gecounteter String an der 
        Adresse STRING abgelegt ist und schreibt die Anzahl QUAN Bytes ab 
        der erweiterten Adresse SEG:ADDR in dieses neue File.

LOADFROM      Siehe ATARI Fileinterface.

OPEN          ( -- )
        Oeffnet das aktuelle File.

PUSHFILE      ( -- )                  C
        Wird in :-definitionen benutzt, um den aktuellen Zustand des 
        Filevariablen ISFILE und FROMFILE nach dem Ende der :-Definition 
        wiederherzustellen. Siehe: PUSH

SAVEFILE      ( addr len -- )
        Wird in der Form:

                SAVEFILE <name>

        benutzt und schreibt die Anzahl von LEN Bytes ab der Adresse ADDR 
        in das neu erzeugte File mit dem Namen <name>.

SAVESYSTEM    <name>
        Schreibt eine bootbare Form des jetzt laufenden Forthsystems unter 
        dem Namen <name> auf die Disk. Dabei muss <name> die Endung .COM 
        haben, wenn dieses System spaeter wieder unter MS-DOS gestartet 
        werden soll.

USE           ( -- )
        siehe ATARI Fileinterface.

VIEW          ( -- )
        Wird in der Form:

                VIEW <name>

        benutzt. Wenn <name> im Woerterbuch gefunden wird, so wird das File 
        geoeffnet, in dem der Quelltext von <name> steht und der Block wird 
        gelistet, auf dem <name> definiert ist. Siehe: LIST

~CLOSE        ( handle -- )   DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, um das File, das durch HANDLE 
        characterisiert ist, zu schliessen.

~CREAT        ( asciz attribut -- handle ff / err# )  DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, um ein neues File zu erzeugen.

~DIR          ( addr drive -- err# )   DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, mit dem das aktuelle Directory an der 
        Adresse ADDR als nullterminierter String abgelegt wird.

~DISK?        ( -- n )        DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, mit dem das aktuelle Laufwerk abgefragt 
        wird.

~FIRST        ( asciz attr -- err# )   DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, um erstmalig nach einem File zu suchen.

~NEXT         ( -- err# )     DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, der nach ~FIRST benutzt wird, um weitere 
        passende Filenamen aufzufinden.

~OPEN         ( asciz mode -- handle ff / err# )   DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf fuer das Oeffnen eines Files. ASCIZ ist die 
        Adresse des vollen Namensstrings und MODE bezeichnet die Art des 
        Files (read-only, write-only, read-write). Bei Erfolg liegt eine 
        HANDLE-nummer unter einer Null auf dem Stack, ansonsten eine 
        Fehlernummer.

~SELECT       ( n -- )        DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, mit dem das aktuelle Laufwerk selektiert 
        wird.

~READ         ( seg:addr quan handle -- #read )   DOS
        Die Anzahl QUAN von Bytes werden aus dem File gelesen, dass durch 
        die Zahl HANDLE charakterisiert ist. Sie werden im erweiterten 
        Speicherbereich bei SEG:ADDR abgelegt. Nach Ende der Leseoperation 
        liegt die Anzahl der Bytes auf dem Stack, die tatsaechlich bis zum 
        Ende des Files gelesen werden konnten. Es koennen jedoch nur maximal 
        64kByte auf einmal gelesen werden.

~UNLINK       ( asciz -- err# )       DOS
        Der MS-DOS Systemaufruf, um einen Fileeintrag zu loeschen.
